Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Annährungen an eine unbekannte Fragestellung

Category : Das Leben

Urlaub vs. Schweinehund

Es ist so weit, heute ist der erste Tag meines zweiwöchigen Urlaubs. Traditionell beginnt damit für mich neben der arbeitsfreien Zeit auch die Zeit der faulen Ausreden, guter Vorsätze und ihrer taktischen Umgehung, die viele andere Menschen meist nur einmal im Jahr an Silvester feierlich begehen. Das kuriose daran ist, dass ich mich davon frei gemacht habe, mir Dinge an Neujahr vorzunehmen, denn es frustriert mich doch immer wieder in hohem Maße, wenn all die noblen Pläne in Zeit und Raum entschwinden – es beschert einem jedes Mal aufs neue dieses schale Gefühl ein inkonsequenter fauler Sack zu sein.  Obwohl ich diesen Umstand erkannt habe, tue ich mir das gleiche eigentlich bei so gut wie jedem anstehenden Urlaub an.

So natürlich auch dieses Mal. Das Haus, in dem ich seit geraumer Zeit wohne, bietet eine bunte Spielwiese an zu erledigenden Aufgaben, die Baustellen stehen förmlich Schlange. Aber ich habe ja jetzt Urlaub! In stiller Abmachung habe ich ihnen also die Hand darauf gegeben, sie zu beseitigen. Dies ist gleichzeitig das Warnsignal, das meinen Freund den inneren Schweinehund auf den Plan ruft. Im Kampf mit den alltäglichen Aufgaben hielt er sich immer still im Hintergrund, während man tapfer die tägliche ToDo-Liste abarbeitet. Doch jetzt ist der Urlaub da und die Pläne und Projekte werden größer, da gibt es Arbeit für ihn.

Tage, an denen mein Schweinehund aktiv ist, sind in der Regel immer recht ähnlich. Wir befinden uns in einem stetigen Dialog, bei dem jegliche Einwände meinerseits jedoch im Normalfall massiv an ihm abprallen. Ein solches Gespräch läuft mit leichten Nuancen in etwa wie folgt ab: Read More…

Happy Blogging

Ein neuer Webprovider muss her, da der alte zu gierig geworden ist. Ok, das ist schnell erledigt. Da ist er also, aber der Umzug meiner .com-Domain, die bislang für alle möglichen Versuchsprojekte herhalten musste, kann sich etwas ziehen. Ok, richten wir also eine neue Domain für den Übergang ein – man will ja erreichbar bleiben, auch wenn eh üblicherweise nur Spam und Rechnungen im Postfach liegen.

Also eine neue Domain. Die Namensfindung ist hingegen weniger schnell erledigt, nichts was mir in den Sinn kommt ist noch frei. Nach dem gefühlten zehnmillionsten Versuch einen mittlerweile schon nicht mehr ganz so kreativen Namen zu registrieren gebe ich auf. Blöder himphamp, ich will doch nur eine sinnvoll klingende eMail-Adresse für die Übergangszeit. Zwei Tage meide ich meinen Rechner, weil er mich auslacht und mir immer wieder zu verstehen gibt, dass all die hundert kreativen Ideen, die mir zu Namen in den Sinn kommen, schon hundert Leute vor mir hatten.

An Tag drei sitze ich in meinem Garten, platt von der Arbeit und nur noch in der Lage dem Gras bei einem Bier beim wachsen zuzusehen. Ich höre meinen PC entfernt hämisch gackern. Naja, er hat ja recht, ich weiss ja nicht mal was ich mit der zusätzlichen Domain anfangen soll ausser eine Mail-Adresse einzurichten, irgendwie alles und nichts. Hm – mein Freund Douglas kommt mir in den Sinn. Es gibt eigentlich nur ein wirklich passendes Synonym für alles und nichts das mir einfällt: Das Leben, das Universum und der ganze Rest. Und auch wenn man die Fragestellung noch nicht so genau kennt, mit der man sich auseinander setzen möchte, so ist doch immerhin schon eine Antwort parat. Perfekt!

„Alles und nichts“ bietet wohl ein recht umfassendes Grundthema, würdig den hiesigen Rahmen dafür mit ein paar Gedanken zu füllen, und so ist ein stetiger Blog vermutlich der sinnvollste Weg sich der eigentlichen Fragestellung auf die Antwort zu näheren. Da es mir schier unmöglich erscheint diesbezüglich am Thema vorbeizuschreiben (was ansonsten ein erstes, sehr hübsches Paradoxon ergäbe, auf das es sich eventuell irgendwann einmal einzugehen lohnen könnte), bin ich guter Dinge, der Sache gerecht zu werden.

Cheers.